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Donnerstag, 12. Juli 2012

Kritik zu: "Underworld: Awakening"


DVD-Start:

Verleih: 12.07.2012
Verkauf: 12.07.2012

REGIE:

Mans Marlind, Björn Stein

CAST: 

Kate Beckinsale ("Van Helsing", "Total Recall"), India Eisley, Stephen Rea, Charles Dance, Michael Ealy, Kris Holden-Reid, Theo James, Wes Bentley ("American Beauty")

INHALT:

Nach über zehn Jahren Gefangenschaft, gelingt Seline (Kate Beckinsale) die Flucht aus dem Versuchslabor. Allerdings weiß die Vampirin zunächst noch nicht, dass sie so lange von der Bildfläche verschwunden war und irrt daher erst Mal ziellos umher. Dabei stellt sie fest, dass es die Welt wie sie sie früher kannte nicht mehr gibt. Mittlerweile wissen die Menschen von der Existenz der Lykaner und Vampire. Mit aller Macht versuchen sie die beiden Spezies für immer auszurotten und einen Impfstoff gegen deren Viren zu finden, was Lykaner und Vampire jedoch nicht daran hindert, sich weiterhin gegenseitig zu bekriegen.

Als Seline schließlich erfährt wie lange sie eingesperrt war, dass sie aufgrund wissenschaftlicher Experimente eingefroren wurde und in dieser Zeit trotzdem ein Kind (India Eisley) zur Welt brachte, plant sie sich und ihr Kind an einem geheimen Ort zu verstecken. Doch schnell erkennt Seline, dass die einzige Möglichkeit das Leben ihrer Tochter nachhaltig zu schützen, die offene Konfrontation mit Menschen und Lykanern ist. Voller Todesmut und auf sich alleine gestellt, wagt sich die schlachterprobte Vampirin in den scheinbar aussichtslosen Kampf.


KRITIK:

Nachdem Kate Beckinsale im dritten UNDERWORLD-Film aussetze, schlüpft sie in UNDERWORLD: AWAKENING erneut in die Rolle der Vampirin Seline, die im sexy Lederlook ihren Feinden den Gar ausmacht. Inhaltlich knüpft der vierte Teil an Teil zwei an, da UNDERWORLD - AUFSTAND DER LYKANER als Prequel wegfällt. Letztlich ist es aber völlig unwichtig, ob man einen der früheren Werke gesehen hat, da zu Beginn von UNDERWORLD: AWAKENING das bisherige Geschehen zusammengefasst wird.

Der von Björn Stein und Mans Marlind inszenierte Kracher überzeugt inszenatorisch auf ganzer Linie und bietet genau das, was die Fans der Reihe gewohnt sind: Knallharte und handwerklich hervorragend umgesetzte Action, die fast durchgehend die Kinoleinwand einnimmt. Hinzu kommt ein dunkler Gothic-Look im Blaufilter, der für eine gewisse Gruselatmosphäre sorgt und durch Hard Rock-Musik unterstützt wird.

Für Darsteller wie Stephen Rea und Kate Beckinsale gibt es schauspielerisch wie üblich wenig zu tun. Sie erfüllen aber exakt ihre Aufgaben, indem sie finster dreinschauen (Rea), oder einfach nur gut aussehen (Beckinsale). Nur in einem Punkt weißt UNDERWORLD: AWAKENING deutliche Mängel auf. Der Plot des Films ist zwar ziemlich interessant, dessen Potential wird von Stein und Malind jedoch nur unzureichend genutzt. So hätte man sich durchaus unauffällig, aber differenziert und wirkungsvoll, mit dem Thema Genozid auseinandersetzen können, ohne dabei die essentiellen Action-Szenen vernachlässigen zu müssen.

Daher ist UNDERWORLD: AWAKENING ein spannendes Action-Spektakel, dass voll und ganz auf die Power von Kate Beckinsale setzt, jedoch nicht den Mut hat schwierige moralische Themen anzuschneiden.


WERTUNG:

6/10


Trailer:

Underworld Awakening

Dienstag, 10. Juli 2012

Kritik zu: "Ghost Rider: Spirit of Vengeance 3D"


DVD-Start:

Verleih: 11.07.2012
Verkauf: 10.08.2012

REGIE:

Mark Neveldine; Brian Taylor

CAST: 

Nicolas Cage, Violante Placido, Ciarán Hinds, Idris Elba, Johnny Withworth, Fergus Riordan

INHALT:

Johnny Blaze (Nicolas Cage - "Knowing", "Next", "Der letzte Tempelritter") hat schon lange keine Lust mehr seinen Teil des Pakts mit dem Teufel (Ciarán Hinds - "Die Frau in Schwarz", "Dame, König, As, Spion", "Eine offene Rechnung") zu erfüllen und als brennender Dämon Ghost Rider durch die Nacht zu ziehen. Deswegen lebt er nun zurückgezogen in Ost-Europa und hofft so seine übernatürlichen Fähigkeiten nie mehr nutzen zu müssen. Diese sind für ihn mittlerweile mehr Fluch als Segen. Deswegen reagiert Johnny auch abweisend, als eines Tages ein Kriegsmönch (Idris Elba - "Luther", "Prometheus - Dunkle Zeichen", "Thor") vor seiner Tür steht und von diesem gebeten wird, einen Zehnjährigen (Fergus Riordan) vor der Armee des Teufels zu retten. Doch der dämonische Ghost Rider ist der Einzige, der den Buben vor dem sicheren Tod bewahren kann...

KRITIK:

GHOST RIDER war 2007 zwar finanziell erfolgreich genug, um 2012 eine Fortsetzung zu ermöglichen. Doch qualitativ war die erste Adaption des gleichnamigen Kult-Comics ein absoluter Flop. Deshalb wurden mit Mark Neveldine und Brian Taylor für GHOST RIDER: SPIRIT OF VENGEANCE 3D zwei neue Regisseure gewonnen, die sich mit den CRANK-Filmen als versierte Action-Spezialisten profilieren konnten. Doch von der Coolness, der Spannung und dem Tempo, den die Reihe mit Jason Statham ausmacht, ist in GHOST RIDER: SPIRIT OF VENGEANCE 3D leider kaum etwas zu spüren. Die Fortsetzung ist sogar noch schlechter, als der erste Teil.


Der Zuschauer wird nicht nur mit einer bodenlos dämlichen Geschichte konfrontiert, sondern auch mit Darstellern, die kaum lustloser agieren könnten. Insbesondere Nicolas Cage wirkt so, als würde er lieber kellnern gehen wollen, als auch nur eine weitere Minute Ghost Rider zu spielen. Die miesen Darstellerleistungen wären zu verschmerzen, wenn wenigstens die Action-Szenen gelungen wären. Doch auch diese sind miserabel und an Einfallslosigkeit kaum zu überbieten. Irgendwann nervt es nur noch, wenn Cage zum gefühlt hundertsten Mal auf sein Motorrad steigt und anfängt wild seine Keule zu schwingen. 


Einziger Lichtblick in GHOST RIDER: SPIRIT OF VENGEANCE 3D ist der dreidimensionale Effekt. Der haut einen zwar auch nicht qualitativ vom Hocker, ist im Gegensatz zum Rest des Films aber immerhin von grundsolider Qualität.

WERTUNG:

2/10


TRAILER:

Ghost Rider: Spirit of Vengeance 3D