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Freitag, 17. August 2012

Kritik zu: "The Hunger Games - Die Tribute von Panem"


DVD-Start:

Verleih: 18.08.2012
Verkauf: 30.08.2012

EXTRAS:

Trailer

REGIE:

Gary Ross ("Pleasantville")

CAST: 

Jennifer Lawrence ("X-Men: Erste Entscheidung"), Liam Hemsworth ("The Expendables 2"), Elizabeth Banks ("Was passiert, wenn es passiert ist"), Josh Hutcherson ("Die Reise zur geheimnisvollen Insel (3D)"), Stanley Tucci ("In meinem Himmel"), Woody Harrelson ("Rampart"), Toby Jones ("Red Lights"), Donald Sutherland ("Instinkt"), Wes Bentley ("American Beauty"), Lenny Kravitz ("Precious - Das Leben ist kostbar")

INHALT:

Nicht weit in der Zukunft ist aus dem zerstörten Nordamerika der Staat Panem entstanden. Regiert wird das Land vom Kapitol, dass statt christlichen Werten wie Nächstenliebe, lediglich Hass, Grausamkeit und Gewalt zeigt, um die eigene Macht zu demonstrieren und das Volk zu unterdrücken. 

Zu den Methoden des Kapitols gehört unter anderem einmal im Jahr sogenannte Hungerspiele abzuhalten. Dabei müssen 12 Jungs und 12 Mädchen in einem Gladiatorenkampf der modernen Art um ihr Leben kämpfen. Zu den Auserwählten gehören auch die 16-Jährige Katniss (Jennifer Lawrence) und ihr Kumpel Peeta (Josh Hutcherson). Die beiden kennen sich seit ihrer Kindheit und verlieben sich während der Spiele ineinander. Doch dem Glück von Katniss und Peeta steht ein gravierendes Problem im Weg: Nur einer von ihnen darf die Hungerspiele überleben!

 

KRITIK: 

Suzanne Collins' Romantrilogie DIE TRIBUTE VON PANEM gehört, nach den TWILIGHT-Werken, zu den erfolgreichsten Jugendbüchern weltweit. Es ist deshalb kein Wunder, dass mit THE HUNGER GAMES - DIE TRIBUTE VON PANEM nun der erste Teil verfilmt wurde. Als Regisseur zeichnet Gary Ross verantwortlich, der sich mit Komödien bzw. Dramen wie SEABISCUIT und PLEASANTVILLE bisher nicht gerade auf postapokalyptischem Terrain bewegt hat.

Deswegen möglicherweise vorhandene Zweifler werden jedoch schnell verstummen. Denn dem Regisseur ist es einerseits gelungen der Vorlage gerecht  zu werden, andererseits hat er sich die nötigen Freiheiten genommen, damit THE HUNGER GAMES - DIE TRIBUTE VON PANEM auch als eigenständiger Film funktioniert. Die Figuren sind gelungen gezeichnet, so dass der Zuschauer sich gut mit ihnen identifizieren kann. Trotz der relativ ausführlichen Charakterisierungen hat der Thriller genügend Tempo, um die Spannung dauerhaft hochzuhalten. Diese wird zudem durch die gelungene Schnitttechnik unterstützt, die DIE TRIBUTE VON PANEM zu einer straff erzählten Geschichte zusammengebastelt hat.

Ross konnte für seine Romanadaption eine Masse an ebenso talentierten wie prominenten Schauspielern gewinnen. So ist die Oscar-nominierte Nachwuchsdarstellerin Jennifer Lawrence genauso dabei wie Woody Harrelson, Lenny Kravitz, Elizabeth Banks und Stanley Tucci. Auch Josh Hutcherson, Liam Hemsworth, Donald Sutherland und Wes Bentley sind mit von der Partie.

THE HUNGER GAMES - DIE TRIBUTE VON PANEM kam Anfang 2012 sowohl bei Kritikern, als auch beim Kinopublikum überaus gut an. So spielte der Jugendfilm allein in den USA über 400 Millionen US-Dollar ein und erreichte in Deutschland über 2 Millionen Zuschauer. Zudem hat er bei rottentomatoes.com nach 259 Kritiken einen Wert von 85% und bei imdb.com immerhin einen Notenschnitt von 7,4.


WERTUNG:

7/10

TRAILER:

The Hunger Games - Die Tribute von Panem

Dienstag, 24. Juli 2012

Kritik zu "Zorn der Titanen"


DVD-Start:

Verleih: 03.08.2012
Verkauf: 30.08.2012

EXTRAS:

Nicht verwendete Szenen

REGIE:

Jonathan Liebesman ("World Invasion: Battle Los Angeles")

CAST: 

Sam Worthington ("Ein riskanter Plan"), Bill Nighy ("Best Exotic Marigold Hotel"), Liam Neeson ("The Dark Knight Rises"), Danny Huston ("Kampf der Titanen"), Rosamund Pike ("Barneys Version"), Ralph Fiennes ("Der Vorleser"), Toby Kebbell, Gemma Arterton ("James Bond 007 - Ein Quantum Trost"),

INHALT:

Nicht immer kommen Kinder so gut mit ihren Eltern zurecht wie Perseus (Sam Worthington) mit seinem Vater Zeus (Liam Neeson). Erst vor kurzem hat er ihn gegen dessen Bruder Hades (Ralph Fiennes) verteidigt und somit die Welt vor ihrem Untergang bewahrt.

Die Feindschaft zwischen den Geschwistern flammt wieder auf, als Zeus plötzlich an Kraft verliert und seine Energie an ihren Göttervater Kronos übergeht. Dadurch wird dieser trotz seinenes Exils immer mächtiger. Hades verbannt deshalb Zeus in die Unterwelt, um seinem Göttervater eine Falle zu stellen und so selbst an Kraft und Einfluss zu gewinnen - die Welt wäre dadurch allerdings erneut dem Untergang geweiht. Damit das nicht geschieht, schwingt sich Perseus abermals in den Kampf. Denn nur er kann gegen seinen Onkel bestehen.


KRITIK:

Ein bekanntes Sprichwort lautet: Viele Köche verderben den Brei. Dies gilt auch für ZORN DER TITANEN. Am Skript zu dem von Jonathan Liebesman inszenierten Action-Kracher, werkelten sage und schreibe sieben Drehbuchautoren, darunter Matt Manfredi und Travis Beachaman. Das von ihnen fabrizierte Resultat, ist eine totale Katastrophe. Unsinnige sowie dämliche Dialoge werden mit einer Handlung verbunden, die merklich an die DER HERR DER RINGE-Trilogie angelehnt ist. Während diese sich die nötige Zeit lässt, um Details zu erläutern und eine einnehmende Atmosphäre zu kreieren, regieren in ZORN DER TITANEN Handlungssprünge, die zu kilometegroßen Logiklöchern führen. 

Das wäre alles halb so wild, wenn wenigstens die Action stimmen würde. Zwar gibt es hier und da gelungene Kampfszenen zu bestaunen, doch im Großen und Ganzen ist auch hier Einfallslosigkeit, gepaart mit gefühlt unendlich vielen CGI-Effekten, Herr im Haus. Insgesamt steht ZORN DER TITANEN seinem Vorgänger KAMPF DER TITANEN in Sachen mieser Qualität also in Nichts nach. 

Nur in einem Punkt ist das Werk von Liebesman dem ersten Teil überlegen und zwar bei den 3D-Effekten. Das war allerdings auch nicht sonderlich schwer, ist doch KAMPF DER TITANEN das Paradebeispiel schlechthin für miese 3D-Qualität.

 

WERTUNG:

1/10


TRAILER:

Zorn der Titanen

Dienstag, 17. Juli 2012

Kritik zu: "John Carter - Zwischen zwei Welten 3D"


DVD-Start:

Verleih: 19.07.2012
Verkauf: 19.07.2012

EXTRAS:

Von Edgar Rice Burroughs Büchern zum Film; Audiokommentar von Regisseur Andrew Stanton und den Produzenten Jim Morris und Lindsey Collins

REGIE:

Andrew Stanton ("Findet Nemo")

CAST: 

Taylor Kitsch ("Battleship"), Willem Dafoe ("Spider-Man"), Polly Walker ("Die Stunde der Patrioten"), Dominic West ("300"), Lynn Collins ("True Blood"), Bryan Cranston ("Drive"), Ciarán Hinds ("Die Frau in Schwarz"), Mark Strong ("Dame, König, As, Spion")

INHALT:


Schon vor langer Zeit hat John Carter (Taylor Kitsch) seine Karriere in der Armee beendet. Denn die rohe Gewalt und die vielen sinnlosen Toten in den verschiedenen Kriegen, sind ihm zuwider geworden. Stattdessen versucht sich Carter nun als Goldgräber in Arizona. Doch auch da geht es nicht immer friedliebend zu, wie er feststellen muss, als er eines Tages von Apachen angegriffen wird. 

Als sich Carter auf der Flucht vor den Indianern in einer Höhle versteckt, wird er plötzlich auf wundersame Weise auf den Mars teleportiert. Der Planet wird von exotischen Geschöpfen und Völkern bewohnt, die sich gegenseitig bekriegen. Doch Carter weigert sich in die Kämpfe zwischen Tharks, Thermen und anderen Stämmen einzugreifen. Dies ändert sich erst, als Carter Prinzessin Dejah Thoris (Lynn Collins) kennenlernt und sich Hals über Kopf in die Schönheit verliebt.

KRITIK:

Eines muss man Andrew Stanton lassen: Sein JOHN CARTER - ZWISCHEN  ZWEI WELTEN 3D beeindruckt mit einer opulenten Optik und strotzt nur so vor kreativen Einfällen. Die Mars-Welt ist bis ins kleinste Detail exakt konzipiert und die darauf lebenden Wesen optisch äußerst fantasievoll gestaltet. Auch die Atmosphäre stimmt so weit. Der Zuschauer kann die Angst und die zugleich existierende Faszination des Protagonisten hinsichtlich der ihm fremden Welt nachempfinden.

Darüber hinaus kann JOHN CARTER jedoch nur bedingt überzeugen. Die sehenswerten Effekte und das tolle 3D schaffen es nicht die dünne Geschichte, die Oberflächlichkeit der Charaktere und die mäßigen Dialoge zu überdecken. Das ungelenke Spiel von Darstellern wie Taylor Kitsch, Lynn Collins, Willem Dafoe (gut versteckt unter einer Gummimaske) und Ciarán Hinds, trägt ebenfalls zu einem faden Gesamteindruck bei. Dies ist insofern besonders enttäuschend, als dass man von Stantons Realfilm-Debüt wesentlich mehr erwartet hatte. Zuvor hatte er mit den Animationsfilmen FINDET NEMO und WALL-E – DER LETZTE RÄUMT DIE ERDE AUF zwei wunderbare Werke geschaffen, die nicht nur durch Fantasie, sondern auch mit gelungenen Dialogen und eine originelle Geschichte aufwarten konnten. Gleiches hatten sich Fans und Kritiker dementsprechend auch von JOHN CARTER – ZWISCHEN ZWEI WELTEN erhofft - nur leider vergeblich.

Stantons Science-Fiction ist die Adaption von Edgar Rice Burroughs Roman DIE PRINZESSIN VOM MARS, welcher Teil des mehrere Bände umfassenden Science-Fiction-Zyklus JOHN CARTER VOM MARS ist. Zahlreiche Motive der Saga um den ehemaligen Soldaten, sind ins berühmten Hollywood-Filmen wiederzufinden. Beispielsweise gehen viele Elemente von James Camerons AVATAR – AUFBRUCH NACH PANDORA auf Burroughs Zyklus zurück, unter anderem die Handlung selbst. Dazu passt eine Äußerung des Regisseurs aus dem Jahr 2009: "Mit Avatar wollte ich einen klassischen Abenteuerfilm machen, so wie Edgar Rice Borroughs' John Carter of Mars." Ebenso enthalten Geroge Lucas' STAR WARS-Saga zahlreiche Elemente von JOHN CARTER. So geht die Bezeichnung 'Jedi-Ritter' auf Jed (König) Jeddak (Kaiser) und Jeddara (Kaiserin) zurück. Ebenso, angekettet gegen riesengroße Wesen kämpfen zu müssen, entstammt Burrouhgs' Saga. Grundsätzlich ist Werken wie AVATAR, STAR WARS und JOHN CARTER der Kampf zwischen Menschen und Außerirdischen auf einem exotischen fremden Planeten gemein. Doch auf wen oder was dieser immer wieder variierte Plot zurückgeht, ist unbekannt.

WERTUNG:

4/10

TRAILER:

John Carter - Zwischen zwei Welten 3D