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Freitag, 21. September 2012

Kritik zu: "Der Diktator"


DVD-Start:

Verleih: 20.09.2012
Verkauf: 20.09.2012

EXTRAS:

Gelöschte und erweiterte Szenen; Interview mit Larry King

REGIE:

Larry Charles ("Brüno")

CAST: 

Sacha Baron Cohen ("Borat"), Megan Fox ("Transformers"), Anna Faris ("Der perfekte Ex"), Ben Kingsley ("Hugo Cabret"), John C. Reilly ("Walk Hard"), Bobby Lee ("Hard Breakers")

INHALT:

Bundeskanzlerin Angela Merkel, US-Präsident Barack Obama, Premierminister David Cameron und viele andere Staatschefs eint dasselbe Ziel: Sie wollen endgültig den Kampf gegen Diktatoren und Terroristen gewinnen. Mit Saddam Hussein, Osama Bin Laden und Muammar al-Gaddafi sind ihnen bereits dicke Fische ins Netz gegangen. Doch dem grausamsten aller DIktatoren konnten sie noch nicht das Handwerk legen: General Aladeen (Sacha Baron Cohen). Der Diktator von Wadiya hält nichts von Menschenrechten und nennt die USA nur "den Geburtsort von Aids". Eine 14-stündige Rede vor den Vereinten Nationen will Aladeen dazu nutzen, um der Welt seine Macht zu demonstrieren sowie für sein Atomprogramm zu werben. Doch bevor der Diktator in New York seine Rede halten kann, wird er entführt und durch einen debilen Ziegenhirten ersetzt.

 

KRITIK:

Sacha Baron Cohen ist ein Meister der Inszenierung. Um für seine Komödie BRÜNO zu werben, seilte er sich 2009 bei den MTV Movie Awards von der Bühnendecke ab und landete, als schwuler Modereporter verkleidet, mit seinem fast nackten Hinterteil im Gesicht von Rapper Eminem. Dieser rastete daraufhin aus, der Medienaufschrei war groß (erst einige Monate später kam heraus, dass alles abgesprochen war) - kurzum: perfekte PR.

Für DER DIKTATOR perfektionierte Cohen nun seine Werbemaschinerie. Als General Aladeen verkleidet bezog er in Videoclips Stellung zu aktuellen politischen Themen. Zudem kündigte Cohen an, die Oscar-Verleihung 2012 im Diktator-Kostüm zu besuchen, woraufhin die Academy ihn zunächst ausschloss. Als er nach einigen Scharmützeln doch als General Aladeen zur Oscar-Verleihung kommen durfte, brachte dieser 'die Asche seines kürzlich verstorbenen Freundes Kim Jong Il' mit und schüttete sie über einem Fernsehreporter aus. Weitere Aufmerksamkeit war garantiert und der Hype auf DER DIKTATOR damit ungebrochen.

Doch was ist nun? Wird Sacha Baron Cohen den hohen Erwartungen gerecht? Die Antwort lautet: teilweise. DER DIKTATOR ist ein absolut typischer Cohen. Feinsinniger Humor und unverblümt billige Gags wechseln sich auch in seinem neuen Werk munter ab. Amerikaner und politische Machenschaften werden in ihrer Skurrilität erneut entlarvt. Insofern werden echte Cohen-Fans an DER DIKTATOR garantiert ihren Spaß haben. Doch im Gegensatz zu BRÜNO und BORAT sind die einzelnen Zutaten dieses Mal nicht gut abgeschmeckt. Sie ergeben deshalb kein harmonisches Gesamtbild. So bleibt Cohen in seiner Politik-Kritik viel zu sehr an der Oberfläche. Zwar ist es interessant, wenn er dem Zuschauer nahelegt, dass alle Diktatoren eigentlich nur kleine, spielende Jungs seien, Demokratien aufgrund der immer weiter auseinandergehenden sozialen Schere Diktaturen immer ähnlicher würden, Demokratie nicht immer Demokratie bedeute und dass bei der 'Befreiung' eines Landes wie Afghanistan selten der Friedensaspekt, sondern vielmehr wirtschaftliche Interessen eine entscheidende Rolle spielen würden. Die schiere Masse an Anspielungen, Kritikpunkten und Veralberungen führt jedoch dazu, dass kaum ein Aspekt tiefergehend behandelt wird. Für den Zuschauer bleibt es bei blitzlichtartigen Gedankenanreizen. 

Zudem bewegt sich DER DIKTATOR humoristisch auf sehr niedrigem Niveau. Eine Darmentleerung spielt in der Geschichte eine entscheidende Rolle, ein abgehackter Kopf verkommt zum Running-Gag.  Auch die restlichen Witze sind nicht gerade geistreich. Vermutlich hat Cohen auf diese Mittel zurückgegriffen, damit sich auch Leute unter 20 DER DIKTATOR anschauen und dadurch 'unabsichtlich' damit beginnen, sich stärker mit Politik auseinanderzusetzen. Doch was bringt ein einzelner Kritikpunkt, wenn er in der Masse untergeht?


WERTUNG:

6/10

TRAILER:

Der Diktator

Donnerstag, 20. September 2012

Kritik zu: "Piranha 3DD/ Piranha 2 3D"


DVD-Start:

Verleih: 13.09.2012
Verkauf: 04.10.2012

EXTRAS:

Hinter den Kulissen, Audiokommentar der Filmemacher, The Story Behind the DD, The Hoffastic World of David Hasselhoff, geschnittene Szenen, Interviews mit Regisseur John Gulager und den Darstellern Danielle Panabaker, David Hasselhoff und Gary Busey, Kurzfilme "A Lesson with John McEnroe" und "Wet and Wild" mit David Koechner

REGIE:

John Gulager ("Feast")

CAST: 

Danielle Panabaker ("The Ward"), David Hasselhoff ("Baywatch"), Matt Bush ("Margaret"), Katrina Bowden ("American Pie: Das Klassentreffen"), David Koechner ("Snakes on a Plane"), Jean-Luc Bilodeau ("LOL - Laughin out loud"), Adrian Martinez ("Kick-Ass"), Christopher Lloyd ("Zurück in die Zukunft"), Sierra Fisk ("Ashes")

INHALT:

Ungefähr ein Jahr nach den Geschehnissen im Lake Victoria kommt es erneut zu einem beängstigenden Massaker durch Piranhas. Weil der Besitzer (David Koechner) des Big Wet Water Parks nur an seinen Profit denkt und deshalb beim Bau seines Vergnügungsareals einige Sicherheitslücken übersieht, ist es den blutrünstigen Monstern mit den scharfen Zähnen möglich stromaufwärts zu schwimmen und im Freizeitbad hungrig über die Besucher herzufallen.

Diese sind den urzeitlichen Monstern schutzlos ausgeliefert, weshalb Mensch um Mensch draufgeht. Die resolute Maddy (Danielle Panabaker) sowie ihre Freunde Kyle (Chris Zylka) und Barry (Matt Bush) wollen jedoch nicht tatenlos zusehen wie zahllossen Besuchern Arme, Beine, Köpfe und andere Körperteile weggefressen werden, weshalb sie sich dazu entschließen in die Offensive zu gehen und mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln dem blutigen Treiben ein Ende bereiten wollen.  

KRITIK:

Wenn du denkst es geht nicht mehr trashiger als in PIRANHA 3D, kommt einfach dessen zweiter Teil PIRANHA 3DD bzw. PIRANHA 2 daher. John Gulager als Nachfolger von Alexandre Aja auf dem Regie-Stuhl, wartet mit noch mehr Trash, barbusigen Mädels und fleischfressenden Piranhas auf - es gibt schlicht von allem mehr. Und das ist überaus amüsant anzusehen, da sich der Film zu keiner Sekunde selbst ernst nimmt. Körperteile gehen im Minutentakt verloren und das auf immer verschiedene Weisen, sodass man sich für manche Momente sogar in einem FINAL DESTINATION-Film wiederzufinden glaubt. Doch so viel Rafinesse bietet PIRANHA 3DD dann doch nicht. Denn mehr als eine blutige Party soll der Horrorkracher auch nicht sein. Dabei stört es nicht, dass der zweite Teil den ersten Teil storymäßig fast zu 100 Prozent kopiert.

Neben den diversen lustig anzusehenden Tötungsarten, gefallen (natürlich) auch die nackten Tatsachen. Die Damen sind wirklich hübsch und jung, einziges Manko: Die Nacktnixen sind alle Silikonträgerinnen. Nicht eine natürliche Titte ist zu sehen. Dabei waren mit Danielle Pannabaker und Meagan Tandy zwei Damen dabei, die nicht nur megascharf aussehen, sondern auch noch natürliche Schönheiten sind. Vor allem von letzteter hätte man gerne noch mehr gesehen, doch leider wird sie Bikini-tragend schon nach wenigen Minuten verheizt.

Wie bereits in PIRANHA 3D, gibt es auch in dessen Fortsetzung zahlreiche Gastauftritte. Neben Vingh Rames und Peter Lloyd, sind dieses Mal auch David Koechner sowie David Hasselhoff mit von der Partie. Letzterer glänzt zwar nicht unbedingt durch schauspielerisches Können, beweist aber eine Menge Selbstironie. Vor allem bezüglich seiner BAYWATCH-Zeit gelingen ihm einige gute Gags. Den allerbesten bekommt man allerdings nach dem offiziellen Abspann zu sehen. So lohnt es sich den Edeltrash PIRANHA 3DD bis zur allerletzten Sekunde anzusehen, selbst wenn einem die Horrorkomödie vorher womöglich nicht so gut gefallen hat.


WERTUNG:

6/10

TRAILER:

Piranha 3DD

Sonntag, 16. September 2012

Kritik zu: "Battle of Empires - Fetih 1453"


DVD-Start:

Verleih: 10.09.2012
Verkauf: 09.10.2012

EXTRAS:

Kinotrailer; Trailershow

REGIE:

Faruk Aksoy ("Recep Ivedik 3")

CAST: 

Devrim Evin, Ibrahim Celikkol ("Karadaglar"), Dilek Serbest ("Tramvay"), Cengiz Coskun ("Nehir"), Erden Alkan ("Mordkommission Istanbul"), Recep Aktug ("Mavi Kelebekler")

INHALT:

Ende des 14. Jahrhunderts ist das Byzantinische Reich noch eine wahre Großmacht. Doch wie alle großen Imperien, findet auch dieses eines Tages sein Ende. Im Jahr 1453 ist es schließlich so weit. Der osmanische Sultan Fatih Mehmed II. (Devrim Evin) fällt mit seinem Heer in Konstantinopel ein und erobert die Stadt in windeseile. Die letzte Bastion des Byzantinischen Reichs ist somit gefallen. Von nun an geht es rasch bergab und das Reich der Osmanen entwickelt sich zur Großmacht. 

Dieser strategisch perfekte und äußerst brutale Feldzug wirkt unter dem Wissen, dass der Sultan zum Zeitpunkt der Eroberung nicht einmal 20 Jahre alt war und die Stürmung Konstantinopels bis ins kleineste Detail geplant hatte, noch beeindruckender. So legt er beispielsweise in weiser Vorraussicht ein schier unendlich großes Waffenlager an, um dem Gegner in jeder Situation gebührend gegenüber stehen zu können.

 

KRITIK:

BATTLE OF EMPIRES - FETIH 1453 ist mit 17 Millionen US-Dollar Produktionskosten der teuerste türkische Film aller Zeiten und zugleich der erfolgreichste in seiner Heimat. Während dort Filme wie AVATAR - AUFBRUCH NACH PANDORA und TITANIC circa 2,5 bzw. 2,8 Millionen Zuschauer für sich gewinnen konnten, lockte Faruk Aksoys Historienepos über 6,5 Millionen Besucher in die Kinos.

FETIH 1453 ist in jeder Szene sein hohes Budget anzusehen. Die Ausstattung ist äußerst hochwertig, die Kostüme sehr detailliert ausgearbeitet und anstatt computeranimierte Figuren, sind in den zahlreichen Massenszenen mehr als Eintausend echte Menschen zu sehen. 

In das Schreiben des Drehbuchs wurde jedoch offensichtlich nicht so viel Geld investiert. Das historische Ereignis ist zwar höchstinteressant, vor allem was die Planung der Feldzüge von Sultan Mehmed II. angeht. Allerdings fehlt es FETIH 1453 an einem gelungenen Spannungsbogen, sodass es immer wieder langatmige Minuten gibt, vor allem im ersten Drittel. Gut und gerne hätte man daher das über 150 Minuten lange Epos um eine halbe Stunde kürzen können, ohne, dass es negativ aufgefallen wäre. Man hätte dann eine durchgängig stringente, unterhaltsame und temporeiche Erzählung gehabt, die nie langweilig wird.

Eine weitere Enttäuschung ist die Besetzung des Titelhelden. Als Sultan Mehmed II. seine Feldzüge durchführte und das osmanische Reich begründete, war er noch nicht mal 20 Jahre alt. Für die Verkörperung seines Charakters wurde jedoch der 33-Jährige Devrim Evin ausgesucht. Nun ist es zwar durchaus üblich, dass in Filmen und Serien jüngere Figuren von (deutlich) älteren Darstellern gespielt werden. Doch im Falle von FETIH 1453 ist die Diskrepanz viel zu groß. Evin sieht nicht mal im Ansatz wie ein unter 20-Jähriger aus, was die Glaubwürdigkeit seiner Figur trotz seines tollen Spiels deutlich untergräbt.

Insgesamt ist FETIH 1453 trotzdem auf jeden Fall sehenswert, da die Ausstattung unglaublich hochwertig ist und das historische Ereignis viel zu bedeutsam und zumindest ordentlich erzählt, als dass man es an der Seite liegen lassen und verschmähen sollte.

WERTUNG:

6/10

TRAILER:

Battle of Empires - Fetih 1453

Mittwoch, 12. September 2012

Kritik zu: "Lockout"


DVD-Start:

Verleih: 05.09.2012
Verkauf: 05.10.2012

EXTRAS:

Nicht verwendete Szenen; Interviews mit Cast & Crew; Trailer; TV-Spots

REGIE:

James Mather, Stephen St. Leger

CAST: 

Joseph Gilgun ("Harry Brown"), Maggie Grace ("96 Hours"), Guy Pearce ("L.A. Confidential", "Memento"), Vincent Regan ("Snow White and the Huntsman"), Peter Stormare ("The Big Lebowski"), Tim Plester ("Kick-Ass")

INHALT:

CIA-Agent Snow (Guy Pearce) soll einen Kollegen brutal ermordet haben und dafür 30 Jahre im Gefängnis schmoren, auch wenn er immer wieder beteuert unschuldig zu sein. Die einzige Möglichkeit die Zeit hinter schwedischen Gardinen zu vermeiden ergibt sich, als bei einer Revolte in einem um die Erde kreisenden High-Tech Gefängnis 500 Schwerverbrecher die Macht an sich reißen. Snow soll dorthin reisen, um die Tochter (Maggie Grace) des US-Präsidenten aus den Fängen der Bösewichte zu befreien. Diese verweilt dort, um angeblichen Misshandlungen an den Gefangenen auf den Grund zu gehen. Als Snow schließlich die junge Frau findet, geht der Schlamassel allerdings erst richtig los. Denn wie sollen die beiden überhaupt zurück zu Erde gelangen, erst recht, wenn die Präsidententochter partout nicht ohne die anderen Gefangenen von dannen ziehen will?

KRITIK:

LOCKOUT ist ein sehr direkter und stylischer Action-Thriller. James Mather und Stephen St. Leger labern nicht lange herum, sondern kommen sehr schnell zur Sache - zur Befreiung der Geisel. Obwohl das Ergebnis der Mission absolut vorhersehbar ist, wird der Zuschauer durchgehend gut unterhalten. Die Spannung bleibt durch sehenswert choreografierte Action-Szenen stetig oben. Zudem sorgen die effektvolle Musik sowie die eindrucksvolle dichte Atmosphäre für ein angespanntes Gefühl beim Zuschauer. Schauspielerisch gibt es für Darsteller kaum etwas zu tun, sie können sich kaum positiv bemerkbar machen, stechen dafür aber auch nicht negativ hervor. Positiv ist, dass Pearce und Maggie Grace ein harmonisch Gespann abgeben, dass sich gekonnt die Bälle hin und her wirft.

Schade ist allerdings, dass LOCKOUT nicht mehr aus seinem inhaltlichen Potential macht. Die Fragen, was mit Menschen unter bestimmten Umständen im All passiert und wozu Regierungen bereit sind, um ihre Ziele durchzusetzen, werden zu oberflächlich behandelt. So ist LOCKOUT leider nur ein durchschnittlicher Action-Thriller ohne tiefergehenden Sinn.


WERTUNG:

6/10

TRAILER:

Lockout

Montag, 10. September 2012

Kritik zu: "Glück"


DVD-Start:

Verleih: 06.09.2012
Verkauf: 06.09.2012

EXTRAS:

Making Of; Deleted Scenes; Musikvideo; Blick hinter die Kulissen; Interviews

REGIE:

Doris Dörrie ("Nackt")

CAST: 

Alba Rohrwacher ("Die Einsamkeit der Primzahlen"), Andrea Sawatzki ("Das Experiment"), Vinzenz Kiefer ("Küstenwache"), Maren Kroymann ("Mein Leben & ich"), Petra Kleinert ("Mord mit Aussicht"), Matthias Brandt ("Ruhm")

INHALT:

Als Kriegsflüchtling hofft Irina (Alba Rohrwacher) in Berlin das große Glück zu finden. Doch bereits nach kurzer Zeit ist der Enthusiasmus über eine vermeintlich goldene Zukunft verflogen. Denn Irina findet aufgrund fehlender Papiere keinen Job und verdingt sich deshalb als Prosituierte. Keine schöne Sache, erst recht, wenn mann immer wieder Männer als Kunden hat, die an Ekelhaftigkeit kaum zu überbieten sind.

Eines Tages lernt Irina in der Nähe der Wohnung, in denen sie mit ihren Freiern Sex hat, den Punk Kalle (Vinzenz Kiefer) kennen. Schnell freunden sich beide an, denn das Duo verbindet die Traugikeit hinsichtlich ihrer trostlosen Situation. Zusammen sind sie jedoch nicht mehr allein und können sich gegenseitig Halt geben. Mit der Zeit entwickelt sich sogar eine Liebesbeziehung, doch schon bald stellt sich heraus, dass das Glück der beiden nicht von langer Dauer sein soll.

 

KRITIK:

GLÜCK ist die Adaption der gleichnamigen Kurzgeschichte des Schriftstellers und Anwalts Ferdinand von Schirach. Während die Vorlage den Schwerpunkt auf den Kriminalfall legt, konzentriert sich Doris Dörrie auf die Liebesgeschichte. Gemein ist beiden Werken jedoch das Weglassen von bestimmten Erklärungen, denn sowohl die Regisseurin als auch der Autor meint, dass, wie auch immer man GLÜCK interpretiere, die Fantasie des Zuschauer/Lesers für das Funktionieren der Geschichte eine zentrale Rolle spiele. 

Auf den Film gemünzt bedeutet dies unter anderem, dass das Publikum nur in gröbsten Zügen erfährt, was Irina und Kalle in der Vergangenheit widerfahren ist. Dennoch glaubt man das Verhalten der beiden stets nachvollziehen zu können. Der Zuschauer verurteilt sie nicht für ihr phasenweise merkwürdiges Verhalten. Dies liegt neben der stimmigen Erzählung und der melancholischen Musik, vor allem am Spiel von Alba Rohrwacher und Vinzenz Kiefer. Ihnen gelingt es ihre Charaktere in einem Moment unnahnbar scheinen zu lassen, im nächsten glaubt man wiederum den beiden Figuren tief in die Seele schauen zu können.

GLÜCK ist deshalb ein berührender Beziehungsfilm, den man sich keineswegs entgehen lassen solte.


WERTUNG:

6/10

TRAILER:

Glück

Mittwoch, 5. September 2012

Kritik zu: "Juan of the Dead"


DVD-Start:

Verleih: 03.09.2012
Verkauf: 25.09.2012

EXTRAS:

Interviews; Behind the Scenes; Trailershow; Kinotrailer

REGIE:

Alejandro Brugues ("Personal Belongings")

CAST: 

Blanca Rosa Blanco ("Havanna Station"), Jorge Molina, Elsa Camp ("Habana Eva"), Alexis Diaz de Villegas ("Tres veces dos"), Antonio Dechent ("La voz dormida"), Andrea Duro ("Promoción fantasma"), Luis Alberto Garcia ("Havanna Station")

INHALT:

Der 40-Jährige Juan (Alexis Diaz de Villegas) und sein Kumpel Lázaro (Jorge Molina) sind zwei ziemlich faule Zeitgenossen. Am Liebsten verbringen die beiden ihre Freizeit damit nichts zu tun. Abgesehen von Juans Tochter Camila (Andrea Duro) ist dem Duo so ziemlich alles egal. Diese kannn jedoch mit der ständigen Faulenzerei ihres Vaters überhaupt nichts anfangen.

Dessen genügsamer Lebensstil gerät in Gefahr, als Kuba von Zombies überrant wird. Jeder, der von ihnen gebissen wird, mutiert selbst zum brutalen Monster. Die Regierung unternimmt nichts gegen die Plage, sondern verteufelt die Zombies lediglich als amerikanische Dissidenten. Juan und Co. wird allerdings schnell klar, dass dies nicht der Fall sein kann und schnellstens etwas gegen die Menschen tötenden Wesen getan werden muss. Da sie per Zufall entdecken wie man Zombies tötet, verbinden sie fortan das Angenehme mit dem Nützlichen: Sie engagieren sich als professionelle Zombie-Jäger und versuchen so eine Menge Geld  zu scheffeln, die ihnen ein noch angenehmeres Leben ermöglicht.


KRITIK:

Zombie-Filme gibt es viele, jedoch kommen sie nur selten aus Kuba. Das ist jedoch nicht die einzige Eigenschaft, die Alejandro Brugues' JUAN OF THE DEAD von anderen Horrorwerken abhebt. Der Regisseur verzichtet in seiner Inszenierung größtenteils auf Klischees und setzt stattdessen auf sein sympathisches Hauptdarsteller-Duo Alexis Diaz de Villegas und Jorge Molina. Die beiden überzeugen durch ihr natürliches Spiel, welches ihre Charaktere trotz so manch merkwürdigem Verhalten nie wie Witzfiguren aussehen lässt. Natürlich gibt es für den Zuschauer dennoch in allerhand grotesken Situationen immer wieder viel zu lachen, beispielsweise, als das Duo auf zombiefizierte Sado Maso-Huren und ihre Freier trifft. Humorvolle Szenen wie diese, wechseln sich durchgängig gekonnt mit spannenden Momenten ab, so dass in JUAN OF THE DEAD nie Langeweile aufkommt.

Dass Brugues schon immer davon träumte einen Zombie-Film zu drehen, ist dem Werk deutlich anzumerken. So sind von den Protagonisten bishin zu kleinsten Nebenfiguren sämtliche Charaktere liebevoll gezeichnet und strahlen einen gewissen Charme aus, der den Zuschauer schnell in seinen Bann zieht. Da ist es auch zu verzeihen, dass JUAN OF THE DEAD das gewisse Etwas fehlt. Denn sympathisch und unterhaltsam ist die Zombie-Komödie trotzdem.


WERTUNG:

6/10

TRAILER:

Juan of the Dead

Montag, 3. September 2012

Kritik zu: "Spieglein Spieglein - Die wirklich wahre Geschichte von Schneewittchen"


DVD-Start:

Verleih: 04.09.2012
Verkauf: 04.10.2012

EXTRAS:

Alternativer Anfang; Ein Blick durch den Spiegel; Geschnittene Szenen; Ich glaube, ich kann tanzen; Prinz und Hündchen; Spieglein Spieglein - Märchenbuch; Trailer; Wendecover

REGIE:

Tarsem Singh ("The Fall")

CAST: 

Julia Roberts ("Larry Crowne"), Lily Collins ("Priest (3D)"), Armie Hammer ("J. Edgar"), Sean Bean ("Soldiers of Fortune"), Nathan Lane ("The Producers"), Mare Winningham ("Swing Vote")

INHALT:


Schneewittchens (Lily Collins) Stiefmutter (Julia Roberts) ist eine böse, böse Frau und bei ihren Untertanen alles andere als beliebt. Diese traktiert sie immer wieder mit unnötig brutalen Bestrafungen, wenn sie mal wieder die Steuern nicht zahlen können. Diese erhöht die Königin andauernd, um mit den daraus reslutierenden Einnahmen ihre ausschweifenden Partys zu finanzieren.

Doch mittlerweile ist bei den Armen nichts mehr zu holen und die Kassen des Königreichs sind dementsprechend leer. Deswegen freut sich Schneewittchens Stiefmutter, als ein reicher Ritter (Armie Hammer) ihren Palast aufsucht. Neben finanziellen Problemen, beschäftigt die Königin jedoch noch eine ganz andere Sache: Ihr magischer Spiegel hat ihr gesagt, dass nicht mehr sie die schönste Frau des Landes sei, sondern Stieftochter Schneewittchen. Das will die eitle Herrscherin natürlich nicht auf sich sitzen lassen und befiehlt deshalb das junge Mädchen zu töten.


KRITIK:

Tarsem Singhs SPIEGLEIN SPIEGLEIN - DIE WIRKLICH WAHRE GESCHICHTE VON SCHNEEWITTCHEN hat genau wie der magische Spiegel im Film zwei Seiten. Auf der einen steht die unglaublich schlechte Charakterzeichnung, auf der anderen die visuell beeindruckende Inszenierung, die bereits bei THE CELL, THE FALL und KRIEG DER GÖTTER 3D über dramaturgische Schwächen hinweggeholfen hat. Das ist in Singhs freier Adaption des grimmschen Märchens SCHNEEWITTCHEN nicht anders.

So strotzt insbesondere der Palast der Königin vor kreativen Einfällen. Auch die Stadt ihrer Untertanten sowie die Kostüme sind sehr liebevoll gestaltet. Der Regisseur nimmt dabei eine gelungene optische Trennung zwischen Arm und Reich vor. Letztere Lebenswelt kennzeichnet bunte und kräftige Farben. Die Umgebung der Armen stellt er hingegen in düsteren, matten Farben dar.

Während Singh sich also detailliert mit dem visuellen Aspekt von SPIEGLEIN SPIEGLEIN auseinandergesetzt hat, scheint sich der Regisseur bei der Konzeption der Charaktere hingegen nicht so viel Mühe gegeben zu haben. Die Figuren werden nur oberflächlich gezeichnet und sind viel zu albern geraten. Vor allem der von Armie Hammer verkörperte Prinz und der von Nathan Lane gespielte Adjutant der Königin fallen negativ auf. Gelungen ist hingegen die Besetzung Julia Roberts' als wütende Herrscherin. Sie schafft es, dass ihre Figur trotz unzureichender Tiefe glaubwürdig wirkt. Auch für das Schneewittchen wurde mit Lily Collins eine gute Besetzung gefunden, die schon aufgrund ihres unschuldigen Looks zu überzeugen weiß.

Neben der Spannung kommt in SPIEGLEIN SPIEGLEIN - DIE WIRKLICH WAHRE GESCHICHTE VON SCHNEEWITTCHEN auch der Humor nicht zu kurz. Dieser ist wie mancher Charakter aber albern und platt, so dass Singhs Märchenadaption lediglich als durchschnittlich zu bezeichnen ist.


WERTUNG:

6/10

TRAILER:

Spieglein Spieglein - Die wirklich wahre Geschichte von Schneewittchen

Dienstag, 28. August 2012

Kritik zu: "Wir kaufen einen Zoo"


DVD-Start:

Verleih: 31.08.2012
Verkauf: 31.08.2012

EXTRAS:

Am Set mit echten Tieren

REGIE:

Cameron Crowe ("Jerry Maguire")

CAST: 

Matt Damom ("Das Bourne Ultimatum"), Scarlett Johansson ("The Avengers"), Thomas Haden Church ("Sideways"), Colin Ford ("Disconnect"), Maggie Elizabeth Jones ("Footloose"), Elle Fanning ("Super 8"), Patrick Fugit ("Almost Famous")

INHALT:

Benjamin Mee (Matt Damon) ist am Boden zerstört, denn vor kurzem ist seine Ehefrau nach langer, schwerer Krankheit verstorben. Trotzdem versucht er den Kopf nicht hängen zu lassen - seinen zwei Kindern zuliebe. Allerdings kann das alte Leben nicht weitergehen, als wäre nichts geschehen, weshalb der Familienvater einen ungewöhnlichen Neuanfang wagt. Benjamin kündigt seinen gut bezahlten Journalistenjob, verkauft das schön gelegene Haus in dem er zusammen mit seiner Frau Dylan (Colin Ford) und Rosie (Maggie Elizabeth Jones) aufgezogen hat und zieht mit diesen in ein riesiges, aber verborgen liegendes Anwesen auf dem Land.

Benjamins Bruder Duncan (Thomas Haden Church) hält dies jedoch für keine gute Idee, zumal sich herausstellt, dass zu dem Anwesen auch ein Zoo, der Rosemoor Animal Park, gehört. Doch der lässt sich von seinem Vorhaben nicht abbringen und stellt sich der Herausforderung den heruntergekommenen Zoo zu sanieren und bereits in kürzester Zeit wieder für Besucher zu öffnen. Benjamin steht dabei das alte Team des Zoos zur Seite, darunter die Tierpflegerin Kelly Foster (Scarlett Johansson) und der Teenager Lily Miska (Elle Fanning).

KRITIK:

WIR KAUFEN EINEN ZOO basiert auf einem Roman von Benjamin Mee. Dieser erwarb nach dem Tod seiner Frau für sich und seine Familie einen Zoo und schrieb über seine Erlebnisse das Buch WIR KAUFEN EINEN ZOO - EINE GANZ NORMALE FAMILIE UND EIN VERRÜCKTER TRAUM. Für dessen Adaption zeichnet Cameron Crowe verantwortlich, der bisher mit Filmen wie ALMOST FAMOUS große (Kritiker-)Erfolge feiern konnte.

In seiner Umsetzung verfolgt der Regisseur nicht den Ansatz die Vorlage möglichst eins zu eins auf die Kinoleinwand übertragen zu wollen. Vielmehr geht es ihm darum die zentralen Werte des Buches, Freude und Hoffnung, dem Zuschauer nahezubringen. Das dies Crowe jedoch nur bedingt gelingt, ist jedoch nicht der Tatsache geschuldet, dass er WIR KAUFEN EINEN ZOO zu dramatisch inszeniert hätte. Die Ursache liegt viel mehr darin, dass der Regisseur in seiner Erzählung zu sehr an der Oberfläche bleibt. Zwar erfährt der Zuschauer warum die jeweiligen Personen ticken wie sie ticken. Doch mehr als das Grundsätzliche wird nicht preisgegeben, weshalb es besser gewesen wäre stärker ins Detail zu gehen. So hätte man sich auch besser mit den Charakteren identifizieren können.

Die unausgegorene Figurenzeichnung können gut aufgelegte Darsteller wie Matt Damon, Tomas Haden Church und Elle Fanning jedoch ein ordentliches Stück wett machen, so dass es letztlich unterhaltsam zu beobachten ist, wie sich ein Familienvater für das Wohl seiner Familie zerreißt, auch wenn dies nur bedingt berührt.



WERTUNG:

6/10

TRAILER:

Wir kaufen einen Zoo

Dienstag, 21. August 2012

Kritik zu: "Battleship"


DVD-Start:

Verleih: 23.08.2012
Verkauf: 23.08.2012

EXTRAS:

Battleship - Das Videospiel

REGIE:

Peter Berg ("Hancock")

CAST: 

Taylor Kitsch ("John Carter"), Liam Neeson ("The Dark Knight Rises"), Alexander Skarsgard ("Melancholia"), Josh Pence ("Fun Size"), Brooklyn Decker ("Meine erfundene Frau"), Rihanna

INHALT:

Als ein internationaler Flottenverband aus amerikanischen und japanischen Schiffen auf dem pazifischen Ozean eine Übung durchführt, trifft dieser auf außerirdische Raumschiffe. Diese kommen in friedlicher Mission, da deren Besatzung lediglich darum bemüht ist die eigene Spezies vor dem Untergang zu bewahren. Das erkennen die menschlichen Offiziere jedoch nicht und missverstehen die Ankunft der fremden Wesen als Bedrohung, weshalb sie schnell in den Angriff übergehen. Es kommt zu einem heftigen Gefecht zwischen Menschen und Außerirdischen, beim dem klar ist, dass nur eine Seite den Kampf gewinnen kann.

 

KRITIK:

BATTLESHIP basiert auf dem Brettspielklassiker SCHIFFE VERSENKEN und gehört zu den sowohl von Kritikern als auch vom Publikum am übelsten verrissenen Filmen der letzten Jahre. Doch ist das ganze Fluchen über Peter Bergs Action-Kracher wirklich gerechtfertigt? Nur zum Teil, denn das was die Leute an BATTLESHIP auszusetzen haben, war bereits vorher abzusehen. Was soll man von der Verfilmung eines statisch angelegten Kriegspiels auch anderes erwarten - außer sinnlos aneinandergereihter, dafür aber gelungen inszenierter Action mit einem Haufen Explosionen und einer Überdosis Patriotismus sowie Militärlobhudelei? Etwa feinsinnige Dialoge, eine gut aufgebaute Handlung und brilliante Schauspieler? Wer sich so etwas in der Art erhofft, hat selber Schuld und mit BATTLESHIP natürlich die denkbar schlechteste Wahl getroffen.

Der mangelhafte Plot erklärt sich bereits aufgrund der Vorlage. Die zahlreichen Logiklöcher entstehen dadurch, dass die eigentliche Handlung lediglich dazu dient die Wartezeit auf die nächste Acion-Szene zu überbrücken. Und ob jemand in BATTLESHIP eine gute Schauspielleistung zeigt oder nicht ist eigentlich ziemlich egal, denn darum geht es in dem Streifen nicht. Wenn es doch so wäre, müsste man bis auf COPLAND auch sämtliche Filme Sylvester Stallones als Scheiße abkanzeln. So aber ist es gut zu verschmerzen, dass Liam Neeson sein großes schauspielerisches Können versteckt und Brooklyn Decker sowie Rihanna (in ihrem Spielfilmdebüt) nichts anderes zu tun haben als gut auszusehen, was sich ebenfalls von Taylor Kitsch und Alexander Skarsgard in den männlichen Hauptrollen behaupten lässt.

Wem also ein tosendes Action-Spektakel ohne Sinn und Verstand, inklusiver hübscher Darsteller, für einen unterhaltsamen Filmabend reicht, dem sei BATTLESHIP wärmstens empfohlen. Alle anderen werden an Peter Bergs Werk wohl verzweifeln.


WERTUNG:

5/10

TRAILER:

Battleship

Montag, 20. August 2012

Kritik zu: "The Grey - Unter Wölfen"


DVD-Start:

Verleih: 20.08.2012
Verkauf: 21.09.2012

EXTRAS:

Mensch gegen Natur; Extreme Bedingungen; Ein Mal noch in die Schlacht; Deleted Scenes; B-Roll; Interview mit Cast & Crew; Trailer

REGIE:

Joe Carnahan ("Smokin' Aces")

CAST: 

Liam Neeson ("The Dark Knight Rises"), Dallas Roberts ("The Factory"), Frank Grillo ("Warrior"), Dermot Mulroney ("Der Ruf der Wale"), Nonso Anozie ("Conan"), Joe Anderson ("Flutter")

INHALT:

Eigentlich ist John Ottaway (Liam Neeson) mit allen Wassern gewaschen. Nichts macht ihm wirklich Angst. Dies ist auch der Grund, weshalb er seinen Job in Alaska so gut macht. Im Auftrag eines Ölunternehmens sorgt er dafür, dass deren Bohrarbeiter nicht von Wölfen angegriffen werden. Doch seit einger Zeit geht es John nicht gut, denn seine Frau hat ihn verlassen. Um seinem Elend ein Ende zu machen, schiebt er sich den Lauf seines Gewehres in den Mund und will abdrücken. Doch kurz vor dem Schuss wird John vom Geheul eines Wolfes gestört, woraufhin er beschließt wieder nach Hause zu fliegen.

Auf dem Rückflug gerät seine Maschine jedoch in schwere Turbulenzen und stürzt ab. Glücklicherweise überleben John und einige andere den Absturz, doch in der eisigen Schneewüste Alaskas scheinen sie dem Tod geweiht. Trotzdem entschließt sich die Gruppe gemeinsam nach Süden zu ziehen, um zumindest den letzten Funken Hoffnung zu überleben zu nutzen. Wie sie bald feststellen müssen, sind sie allerdings nicht alleine. Ein Rudel Wölfe hat ihre Witterung aufgenommen und verfolgt die Gruppe auf Schritt und Tritt. Keine Frage, dass sie bereits in wenigen Momenten ihren ersten Angriff starten werden.

KRITIK:

Der Tod ist in THE GREY - UNTER WÖLFEN allgegenwärtig und wird als normaler Bestandteil des menschlichen Kosmos verstanden. Dass wir uns trotz des Unausweichlichen mit Inbrunst unserem Leben widmen und zur Not auch dafür kämpfen, macht Joe Carnahan in seinem allegorisch angelegten Thriller gelungen deutlich. Zwar ist das von ihm gewählte Zehn-kleine-Negerlein-Prinzip nicht unbedingt originell, jedoch passt es für seine Absichten wie die Faust aufs Auge.

Von der ersten Minute an versteht Carnahan es für Spannung sowie eine beklemmende Atmosphäre zu sorgen. Dies gelingt ihm einerseits durch die eisige Landschaft Alaskas, die gerade zu dafür prädestiniert ist als Spielwiese des Todes zu dienen. Andererseits sorgen die teils grobkörnigen dunklen Bilder und der effektvolle Musikeinsatz für eine dichte Atmosphäre.

Dass die Spannung durchgehend hoch bleibt, dafür sorgt allen voran Hauptdarsteller Liam Neeson. Zuvor nur als Charaktermime bekannt, entwickelte er sich in den letzten Jahren mit Filmen wie DAS A-TEAM - DER FILM und 96 HOURS zum eindrucksvollen Action-Star. Neben seinem mimischen Können sowie kämpferischen Fähigkeiten, kommt Neeson natürlich auch seine körperliche Präsenz zugute. Ihm nimmt man es von Natur aus viel eher ab gegen Wölfe bestehen zu können, als man es beispielsweise bei einem Taylor Lautner tun würde.

THE GREY - UNTER WÖLFEN hat jedoch auch gewisse Mängel. Neben Logiklöchern im Drehbuch, fallen vor allem die teils schlecht animierten Wölfe negativ auf, die zuweilen kleinere Zweifel an ihrer Bedrohlichkeit aufkommen lassen. Zum Glück entwickelt sich dies aber nicht zu einem all zu gravierendem Problem, so dass Carnahans Inszenierung den Zuschauer insgesamt sehr zufriedenstellt.


WERTUNG:

6/10

TRAILER:

The Grey - Unter Wölfen

Samstag, 18. August 2012

Kritik zu: "Der perfekte Ex"


DVD-Start:

Verleih: 17.08.2012
Verkauf: 17.08.2012

EXTRAS:

Trailer

REGIE:

Mark Mylod ("Entourage")

CAST: 

Anna Faris ("Der Diktator", "Scary Movie"), Chris Evans ("Captain America: The First Avenger"), Ari Graynor ("Fringe - Grenzfälle des FBI"), Ed Begley Jr. ("The Penthouse"), Blythe Danner ("The Lucky One - Für immer der Deine"), Oliver Jackson-Cohen ("The Raven")

INHALT:

Ally Darling (Anna Faris) ist eine junge attraktive Frau, trotzdem läuft es in ihrem Leben gerade richtig scheiße! Nicht nur, dass sie vor kurzem ihren 19. Sexpartner verschlissen hat, jetzt sitzt sie auch noch auf der Straße, weil sie von ihrem Chef wegen angeblich schlechten Leistungen entlassen wurde. Als sie dann auch noch in einer Frauenzeitschrift blättert, kommt es für Ally ganz dick. Denn in dem Blatt steht, dass jede Frau, die mehr als 20 Sexpartner hatte, keinen Mann fürs Leben findet. Dabei ist es Allys größter Traum irgendwann zu heiraten und ein Haufen hübscher Kinder zu bekommen!

Daher beschließt sie kurzerhand, dass der nächste Typ, der ihr an die Wäsche darf, the one, der Mann fürs Leben sein muss. Zudem will Ally sämtliche 19 Ex-Partner überprüfen, um sicher zu gehen, dass keiner von ihnen der perfekte Mann fürs Leben ist. Unterstützt in ihrer Recherche wird die junge Frau von Nachbar Colin (Chris Evans), der nicht nur gut aussieht, sondern sich auch noch damit auskennt anderen Leuten hinterher zu spionieren.


KRITIK:

Romantische Komödien wie DIE PERFEKTE EX gibt es Hunderte, wenn nicht gar Tausende. Stets läuft die Geschichte nach dem gleichen Schema ab: Er und sie verlieben sich, obwohl sie scheinbar nicht für einander bestimmt sind. Dann trennen sie sich und am Ende kommen sie doch wieder zusammen.

Warum sollte man sich also die von Mark Mylod inszenierte Komödie ansehen und nicht einfach einen älteren Film auf DVD einwerfen, den man bereits kennt? Einen wirklichen Grund gibt es nicht, auch wenn DER PERFEKTE EX nicht wirklich schlecht ist. Denn der Film ist vor allem eins: belanglos. Zwar geben Chris Evans und Anna Faris in den Hauptrollen ihr Bestes, doch trotz toller Chemie zwischen den beiden, gelingt es ihnen nur bedingt schauspielerisch zu überzeugen. Vor allem in ernsten Momenten sind die Defizite von Faris erkennbar. Diese etbalierte sich mit ihren bisherigen Filmen eh nicht als Charaktermimin, sondern als Komikerin, die mit zotigen Komödien wie SCARY MOVIE oder DER DIKTATOR Erfolge feiert.

Während den Darstellern ihre Anstrengung durchaus anzumerken ist, kann man den Drehbuchautoren Gabrielle Allan und Jennifer Crittenden nicht gerade attestieren, dass sie sich beim Skript viel Mühe gegeben hätten. Zwar funktioniert der ein oder andere Gag, aber mindestens ebenso viele gehen auch daneben. Aber vielleicht ist das auch gar nicht deren Schuld, schließlich basiert DER PERFEKTE EX auf der gleichnamigen Romanvorlage von Karyn Bosnak.

Positiv ist hingegen hervorzuheben, dass die Komödie trotz aller Mängel erstaunlich flüssig erzählt daher kommt und manchmal auch richtig Spaß macht. Beispielsweise immer dann, wenn in kurzen Szenen gezeigt wird, wie die Protagonistin ihre Ex-Partner kennengelernt bzw. verloren hat. In diesen Passagen ist eine gewisse Kreativität zu erkennen, die man möglichst für den ganzen Film hätte nutzen sollen. Da dies aber nicht geschehen ist, ist DER PERFEKTE EX eine romantische Komödie, die man sich zwar ansehen kann, aber ganz bestimmt nich ansehen muss.


WERTUNG:

5/10

TRAILER:

Der perfekte Ex

Donnerstag, 16. August 2012

Kritik zu: "Hugo Cabret 3D"


DVD-Start:

Verleih: 16.08.2012
Verkauf: 16.08.2012

EXTRAS:

Auf den Mond geschossen: Das Making-Of von Hugo

REGIE:

Martin Scorsese ("Departed - Unter Feinden")

CAST: 

Asa Butterfield ("Der Sohn von Rambow"), Chloe Moretz ("Kick-Ass"), Ben Kingsley ("Shutter Island"), Sacha Baron Cohen ("Der Diktator"), Ray Winstone ("Snow White & the Huntsman"), Emily Mortimer ("Cars 2 (3D)")

INHALT:

Hugo Cabret (Asa Butterfield) ist im Paris der 1930er Jahre völlig auf sich allein gestellt. Nach dem Tod seines Vaters (Jude Law) lebte er zwar zunächst bei seinem Onkel (Ray Winstone) unter dem Dach eines riesigen Pariser Bahnhofs. Doch dieser ist nun auch verschwunden.

Ohne einen einzigen Cent in der Tasche, ist Hugo gezwungen von Marktständen die Dinge zu klauen, die er zum Überleben benötigt. Dabei wird er ständig vom Stationsvorsteher (Sacha Baron Cohen) verfolgt, welcher den kleinen Jungen endlich aus seinem Bahnhof verbannt sehen will, bisher in seiner Mission jedoch kläglich gescheitert ist.

Wenn Hugo mal nicht mit der Suche nach etwas zu Trinken oder zu Essen beschäftigt ist, repariert er die Uhren des Bahnhofs - ein Job den früher sein Vater übernommen hat und von dem der Junge seine technischen Fähigkeiten geerbt hat. Von ihm bekam er auch einen menschenähnlichen Automaten, den Hugo seit geraumer Zeit zu reparieren versucht. Dies geht jedoch nur schleppend voran, weil Monsieur Georges (Ben Kingsley), ein mies gelaunter Gemischtwarenhändler, die benötigten Ersatzteile nur widerwillig rausrückt. Als Hugo eines Tage dessen Nichte (Chloe Moretz) kennenlernt, beginnt sich sein Leben erneut von grundauf zu ändern.


KRITIK:

Bei der diesjährigen Oscar-Verleihung waren zwei Filme die großen Gewinner, die jeweils ein Loblied auf das Medium Film singen: THE ARTIST und HUGO CABRET 3D von Regie-Legende Martin Scorsese. Trotz dieser Gemeinsamkeit, sind die beiden Werke insgesamt jedoch äußerst unterschiedlich. Während die französische Produktion eine großartige Verehrung der Stummfilm-Ära darstellt und dementsprechend in Schwarz/Weiß sowie ohne Ton gedreht ist, geht es in HUGO CABRET um die Zelebrierung des Medium Films an sich und dessen magische Faszination, die es auf seine Zuschauer ausübt. So spannt Scorsese in einer Kombination aus technischen und inhaltlichen Aspekten einen Bogen vom Beginn der Stummfilmzeit (u.a. mit Filmpionier Georges Méliès) bis hin zur allerneuesten 3D-Technik, die natürlich nicht im Film selbst vorkommt, sondern als erzählerisches Mittel hervorragend genutzt wird.

Der visuelle Effekt erzeugt eine unglaublich realistische Raumtiefe und dient nicht nur als Selbstzweck. Dem stimmt auch 3D-Pionier James Cameron zu, der HUGO CABRET vor einiger Zeit als Meisterwerk bezeichnete und dies unter anderem auf die visuelle Umsetzung zurückführte.

So sehr Scorseses Film in technischer und filmhistorischer Hinsicht zu überzeugen vermag, so schwach ist die eigentliche Geschichte. Diese wird wenig inspiriert, abwechslungslos und dramaturgisch spannungsarm erzählt. Ein weiterer Grund, weshalb HUGO CABRET bei einigen Zuschauern für lange Gesichter sorgen wird, sind die Trailer, die zum Filmstart veröffentlicht wurden. Sie erwecken den falschen Eindruck, dass HUGO CABRET ein Kinderfilm sei, obwohl er eigentlich ein ganz anderes, wesentlich filmhistorisch interessierteres Publikum anspricht.

So ist Martin Scorseses Werk denjenigen ans Herz zu legen, die sich bei einem Film auch für die technischen Aspekte begeistern können und Liebhaber des Mediums Film sind. Allen anderen ist HUGO CABRET nicht zwingend zu empfehlen.


WERTUNG:

6/10

TRAILER:

Hugo Cabret (3D)

Dienstag, 14. August 2012

Kritik zu: "Chronicle - Wozu bist du fähig?"


DVD-Start:

Verleih: 17.08.2012
Verkauf: 17.08.2012

EXTRAS:

Vorab-Animationen; Kameratests; Kinotrailer

REGIE:

Josh Trank ("Kill Point")

CAST: 

Dane DeHaan ("Jack and Diane"), Alex Russell ("Bait 3D"), Michael B. Jordan ("Red Tails"), Michael Kelly ("Criminal Minds: Team Red"), Ashley Hinshaw ("LOL - Laughing Out Loud"), Bo Petersen

INHALT:

Andrew (Dane DeHaan) geht es nicht gut, er führt ein sehr einsames Leben. Ständig wird er von seinem Vater angeschrien und verprügelt. In der Schule ist Andrew ein Außenseiter. Der Einzige der etwas mit dem zurückhaltenden Jungen zu tun haben möchte, ist dessen Cousin Matt (Alex Russell). Durch einen Zufall entdecken sie gemeinsam mit einem seiner Kumpels (Michael B. Jordan) in einer Höhle eine geheime Energiequelle.

Erst wissen die Freunde nichts mit ihrem Fund anzufangen, doch dann stellen sie überraschende Veränderungen an ihrem Körper fest. Die Jungs entwickeln Kräfte, die es ihnen ermöglicht Gegenstände zu bewegen und zu verformen. Nach ihrer Entdeckung steht für Andrew, Matt und Steve zunächst der Spaß im Vordergrund - sie lassen die Röcke der Mädchen hochfliegen und parken das Auto ihrer Lehrerin um. Doch schon bald beginnt Andrew das wahre Potential seiner Kraft zu entdecken und mehr als nur Röcke hochwehen zu lassen. Die Situation eskaliert.


KRITIK:

Found-Footage-Filme gibt es bereits mehr als genug. Zu den erfolgreichsten überhaupt gehört die PARANORMAL ACTIVITY-Reihe von Oren Peli. Warum sollte man sich mit CHRONICLE - WOZU BIST DU FÄHIG? also einen weiteren Film dieses Genres ansehen? Inwieweit unterscheidet er sich von den anderen Werken? 

Ganz einfach: Die Herangehensweise von Regisseur Josh Trank ist im Vergleich zu Oren Peli und Co eine gänzlich andere. Während letzterer sich mit dem Horror befasst, der sich in der eigenen Wohlfühlumgebung ereignen kann, setzt sich der CHRONICLE-Regisseur mit der Frage auseinander, was mit einem passiert, wenn man plötzlich Superkräfte hat. Ist es möglich kontrolliert damit umzugehen? Oder nutzt man seine Fähigkeiten lediglich für höchst egoistische Zwecke? 

Trank zeigt gelungen, dass die Wahrscheinlichkeit einer Eskalation sehr hoch ist. Die Spannung in seinem Thriller nimmt von Minute zu Minute zu und aufgrund der guten Dialoge, kann sich der Zuschauer hervorragend mit den Charakteren identifizieren. Er fiebert regelrecht mit, wenn die Protagonisten eine neue Ebene ihrer Möglichkeiten entdecken und die Eskalation somit weiter voranschreitet.

Neben diesen positiven Punkten, weist CHRONICLE auch zwei eklatante Mängel auf. Mit knapp 80 Minuten Länge, ist der Found-Footage-Film deutlich zu kurz geraten. So wird trotz der detaillierten Charakterisierung der Protagonisten die Handlung insgesamt zu schnell vorangetrieben, wodurch immer wieder Logiklücken entstehen. Außerdem ist die Kameraführung misslungen. Natürlich orientiert sich diese an der normalen Wackelhaltung eines Amateurfilmers. Aber mit seiner Anleihe übertreibt es der Regisseur dann doch, so dass die Bilder immer wieder arg unscharf sind und die Handlung somit kaum zu erkennen ist.

CHRONICLE ist daher ein insgesamt grundsolider Found-Footage-Film, der sich wohltuend von seinen Genreverwandten unterscheidet.


WERTUNG:

6/10

TRAILER:

Chronicle - Wozu bist du fähig?

Mittwoch, 25. Juli 2012

Kritik zu "Meeting Evil"


DVD-Start:

Verleih: 26.07.2012
Verkauf: 26.07.2012

REGIE:

Chris Fisher ("Dirty")

CAST: 

Luke Wilson ("Motel"), Samuel L. Jackson ("The Avengers"), Leslie Bibb ("Iron Man"), Tracie Thomas ("Safe House"), Muse Watson ("The Mentalist")

INHALT:

Für John (Luke Wilson) läuft es gerade alles andere als rund. Nicht nur, dass er seinen Job als Makler verloren hat, auch privat hängt der Haussegen schief. John plagen eine Menge Schulden, zudem herrscht zwischen ihm und seiner Ehefrau (Leslie Bibb) Flaute im Bett. Als diese mal wieder mit den gemeinsamen Kindern das Weite sucht, klingelt es an der Tür.

Ein schwarzer Mann (Samuel L. Jackson) mit Schlapphut stellt sich als Richie vor und bittet John um Hilfe, da sein Auto liegen geblieben ist. Froh ob der sich bietenden Abwechslung, macht dieser sich gemeinsam mit dem Fremden ans Werk. Als Dankeschön für seine Unterstützung, bietet Richie seinem Helfer an, diesen eine Runde in seinem schicken Auto mitzunehmen. Auch hier sagt John bereitwillig zu, denn so kann er endlich mal ein wenig Abstand von seinem tristen Alltag gewinnen.

Allerdings stellt sich schnell heraus, dass er das lieber nicht hätte tun sollen. Richie entpuppt sich als Psychopath, der nur allzu gerne seine Waffe zieht und John für seine kriminellen Zwecke einspannen will. Dieser fügt sich zunächst seinem Schicksal, aus Angst getötet zu werden. Doch dann findet der Vater zweier Kinder heraus, dass der brutale Killer es auch auf seine Familie abgesehen hat.


KRITIK:


MEETING EVIL fängt ziemlich lahm an. In den ersten 20 Minuten passiert nicht wirklich viel, was daran liegt, dass Regisseur Chris Fisher zunächst auf das Kreieren von Atmosphäre Wert legt, was jedoch deutlich nach hinten losgeht. Erst als Luke Wilson und Samuel L. Jackson die gemeinsame Autofahrt starten, bietet der Film das Tempo, die Spannung und die nötige Abwechslung, die MEETING EVIL zu einem unterhaltsamen, wenn auch sinnfreiem, Thriller machen. Logik ist hier eindeutig fehl am Platze, es geht einzig darum, dass der Bösewicht finster drein guckt, coole Sprüche raushaut und der leidgeprüfte Makler zeigen kann, dass in ihm mehr steckt, als ein Verlierer. Sprich: Es ist wie in fast allen Thrillern aus Hollywood.

Samuel L. Jackson ist sichtlich unterfordert und kann seine Rolle deshalb im Schlafmodus herunterspielen, ohne dabei unglaubwürdig zu wirken. Auch Wilson macht seine Sache ordentlich und verkörpert im Prinzip den gleichen Charakter wie in MOTEL.

So kann MEETING EVIL als Thriller der simpleren Machart genossen werden, der das Mindestmaß an Spannung locker aufbietet.

 

WERTUNG:

5/10


TRAILER:

Meeting Evil

Montag, 23. Juli 2012

Kritik zu: "Wer weiß, wohin?"


DVD-Start:

Verleih: 26.07.2012
Verkauf: 26.07.2012

EXTRAS:

Making-of / B-Roll (in Französisch und zum Teil in Arabisch - ohne deutsche Untertitel); Die Musik (in Französisch und zum Teil in Arabisch - ohne deutsche Untertitel); Originaltrailer (in Französisch und zum Teil in Arabisch - ohne deutsche Untertitel); Deutscher Trailer

REGIE:

Nadine Labaki ("Caramel")

CAST: 

Claude Baz Moussawbaa, Leyla Hakim ("A Man of Honor"), Nadine Labaki ("Stray Bullet"), Yvonne Maalouf, Antoinette Noufaily, Julian Farhat

INHALT:

Der Libanon wird immer wieder von kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Moslems und Christen erschüttert. Nur ein Dorf im Hinterland, gehört zu den wenigen Ausnahmen. Mitglieder beider Glaubensrichtungen leben hier trotz großer Differenzen friedlich zusammen. Dies freut insbesondere die Frauen des Dorfes. Denn sie haben keine Lust mehr, ihre Männer und Söhne in sinnlosen Auseinandersetzungen verlieren  zu müssen.

Doch dann erfahren die Damen, dass die Gewalt im Norden ihres Landes zunimmt. Schnell steht für die Frauen fest, dass sie alles tun wollen, um ein Übergreifen auf ihr Dorf zu verhindern. Deshalb beschließen sie unter anderem ukrainische Stripperinnen anzulocken, um die Männer von Gewaltaten abzulenken. Aber hilft das wirklich?


KRITIK:

Wie schon in CARAMEL, beschäftigt sich Nadine Labaki auch in WER WEIß WOHIN? mit dem problematischen Zusammenleben von Christen und Moslems im Libanon. In ihrem Regiedebüt werden der politische Aspekt sowie explizite Gewaltdarstellungen weitgehend ausgespart. In WER WEIß WOHIN? spielen diese Aspekte hingegen eine zentrale Rolle. Labaki macht deutlich, wie sehr Politik und Vorurteile das Leben der Menschen prägen. Komplexe Zusammenhänge bricht sie gelungen herunter. So ist das Drama auch für diejenigen nachvollziehbar, die sich nicht mit den gesellschaftlichen und historischen Verhältnissen des Libanon auskennen.

Zudem lassen sich die Konflikte von WER WEIß WOHIN? auf andere Orte in der Welt übertragen. Diesbezüglich sagt Labaki im Presseheft: "Ich habe bewusst darauf verzichtet, den Namen Libanons zu nennen, obwohl klar erkennbar ist, dass die Geschichte dort spielt. Denn der von mir dargestellte Konflikt, kann überall anders auf der Welt Realität werden." Labaki wollte mit ihrem Drama allerdings keinen primär politischen Film machen. Deshalb integrierte sie zahlreiche Tänze und Gesangseinlagen in die Geschichte. Diese Elemente wirken zuweilen etwas deplatziert. Dies ändert jedoch nichts daran, dass Labakis zweite Regiearbeit gelungen Gesellschaftskritik übt.

 

WERTUNG:

6/10


TRAILER:

Wer weiß, wohin?

Donnerstag, 19. Juli 2012

Kritik zu: "Young Adult"


DVD-Start:

Verleih: 26.07.2012
Verkauf: 26.07.2012

EXTRAS:

Audiokommentar der Produzenten; Die schreckliche Wahrheit: Aufschlüsselung einer Szene; Entfernte Szenen

REGIE:

Jason Reitman ("Juno")

CAST: 

Charlize Theron ("Snow White & the Huntsman", "Hancock", "Monster"), Patton Oswalt ("Der Informant!"), Patrick Wilson ("Insidious"), Elizabeth Reaser ("Twilight - Biss zum Morgengrauen"), Jill Eikenberry ("Fremd Fischen")

INHALT:

Früher war alles besser. So sieht es zumindest Mavis Gray (Charlize Theron). Die Mittdreißigerin war vor vielen Jahren ein heißer Feger, jeder lag ihr zu Schulzeiten zu Füßen. Auch die berufliche Zukunft sah damals rosig aus. Aufgrund eines hervorragenden Abschlusses, wollte Mavis eine gut verdienende Anwältin werden. Doch daraus ist nichts geworden.

Statt reiche Klienten vor dem Knast zu retten, ist sie als Ghostwriterin einer Jugendbuchreihe tätig, die bald eingestellt werden soll. Doch das ist nicht Mavis' einziges Problem: Sie ist frisch geschieden und versucht ihren Kummer in Alkohol zu ertränken. Zu allem Übel erfährt sie dann auch noch, dass ihre Jugendliebe Buddy Slade (Patrick Wilson) kürzlich erstmals Vater geworden ist. Schnell ist Mavis klar, dass sie ihren ehemaligen Freund aus seinem Leben retten muss. Doch der Tripp in die Vergangenheit, wird für die 37-Jährige unangenehmer als erhofft.


KRITIK:

Es ist nicht das erste Mal, dass Jason Reitman eine Geschichte über eine Person erzählt, deren Leben anders als erhofft verläuft. Bereits in JUNO spielte dieses Thema eine zentrale Rolle, nur dass es in YOUNG ADULT nicht um eine junges Mädchen geht, die sich erwachsener verhält als sie ist, sondern genau umgekehrt. Beide Werke zeichnen feingeschliffene und lebensnahe Dialoge aus, in denen sich Fragen wiederfinden, die sich auch der Zuschauer in seinem Leben stellt, bzw. bereits gestellt hat: Habe ich in der Vergangenheit alles richtig gemacht? Was soll aus mir werden? Soll ich loslassen und etwas Neues wagen, oder mich doch noch um Vergangenes bemühen? 

YOUNG ADULT gibt im Gegensatz zu JUNO auf diese Fragen keine konkreten Antworten, sondern lediglich Anregungen. Dies ist insofern lobenswert, als dass sich der Zuschauer dadurch nicht bevormundet fühlt. Allerdings führt dies dazu, dass YOUNG ADULT keine inhaltliche Linie hat, einige Lebensweisheiten wie aneinandergereiht wirken und deshalb zuweilen weniger einprägsam sind. 

Auch in der Figurenkonzeption ist YOUNG ADULT der Komödie JUNO klar unterlegen. In ersterem konzentriert sich alles so sehr auf die Hauptfigur, dass die weiteren Charaktere kaum zum Zug kommen und deshalb blass bleiben. In JUNO steht zwar die von Ellen Page verkörperte Protagonistin klar im Vordergrund. Sie stiehlt jedoch den anderen Charakteren nicht die Show, sondern bietet ihnen genügend Raum zur Entfaltung.

Da sich in YOUNG ADULT alles so sehr auf die Hauptfigur konzentriert, ist deren Besetzung natürlich besonders wichtig. Allerdings stellt sich die Frage, ob mit Charlize Theron wirklich die richtige Wahl getroffen wurde. Keine Frage, sie macht ihre Sache super, ihre schauspielerischen Fähigkeiten sind deutlich erkennbar. Dennoch ist ihre Figur nicht zu jeder Zeit glaubwürdig, was daran liegt, dass die Südafrikanerin schlicht zu gut aussieht. Das mag zwar komisch klingen, aber de facto untergräbt die Schönheit Therons und ihr meist perfekt geschminktes Gesicht, das Bild einer heruntergekommenen Mittdreißigerin mit Lebensproblemen.

YOUNG ADULT - ein lebensnaher Film über die Frage, was man mit seinem Leben anstellen soll, der sich jedoch immer wieder in seiner Unkonkretheit verliert.

 

WERTUNG:

5/10


TRAILER:

Young Adult

Sonntag, 15. Juli 2012

Kritik zu: "Unser Leben"


DVD-Start:

Verleih: 19.07.2012
Verkauf: 19.07.2012

EXTRAS:

Kinotrailer

REGIE:

Michael Gunton ("Spiele des Lebens"), Martha Holmes ("Life - Das Wunder Leben")

CAST: 

Sprecher in der Originalfassung: Daniel Craig ("Verblendung", "James Bond 007 - Skyfall")

INHALT:

In Michael Guntons und Martha Holmes' Naturdokumentation dreht sich alles um den Zyklus Leben. Er bildet den roten Faden ihrer filmischen Beobachtung von Flora und Fauna. So befasst sich UNSER LEBEN zunächst mit dem Thema Geburt und zeigt einen afrikanischen Elefanten im wahrsten Sinne des Wortes bei seinen ersten Lebensschritten. Ebenso werden dem Zuschauer Pfeilgiftfrösche in den ersten Minuten nach dem Schlüpfen gezeigt.

Von da an geht es zu männlichen Buckelwalen, die mit fiesen Trick um die Gunst eines Weibachens kämpfen. Wie man sich trotz seines Fortpflanzungstriebs erfolgreich um Nahrung kümmert, zeigen die Kapuziner-Affen von Boa Vista. Schlussendlich geht es in UNSER LEBEN auch um das Thema Tod. Man sieht Löwen beim Zerfleischen ihrer Beute, aber auch wie sie selbst an Altersschwäche sterben.


KRITIK:

UNSER LEBEN ist ein Zusammenschnitt der zehnteiligen BBC-TV-Serie LIFE – DAS WUNDER LEBEN. Die Naturdokumentation von Michael Gunton und Martha Holmes legt dem Zuschauer nahe, dass sich das Leben von Tieren und Menschen im Grunde nicht sonderlich voneinander unterscheidet. Eingefangen wird diese äußerst simple sowie altbekannte Botschaft in phasenweise atemberaubenden Bildern, die dem Zuschauer vor Staunen den Atem stocken lassen.

An der aufwendigen Dokumentation waren 35 Kameramänner beteiligt, die zum Teil auf monatelange Beobachtungsreisen gingen. Deren gesamte Ausrüstung wog zusammen rund 1,5 Tonnen. Gedreht wurde an mehr als ein Dutzend Orten, überall auf der Welt. Beobachtet wurden unter anderem Weddellrobben am Rossmeer in der Antarktis sowie Schneeaffen im Höllental in Japan und Erdbeerfröschchen in Costa Rica. Auf dem afrikanischen Kontinent sind im Simien-Gebirge Äthiopiens Lämmergeier fotografiert worden und im Amboseli-Nationalpark in Kenia Elefanten. Darüber hinaus entstanden auch Aufnahmen diverser exotischer Tierarten in Argentinien, im Kongo, in den USA, in Madagaskar, in Israel und im Südpazifik. Insgesamt haben die Dreharbeiten knapp zwei Jahre von Februar 2007 bis Ende 2008 gedauert, in denen mehrere Hundert Stunden Film entstanden.

Dass UNSER LEBEN trotz seiner eindrucksvollen Bilder insgesamt nur bedingt überzeugen kann, liegt an seiner extremen Ähnlichkeit zu UNSERE ERDE und DEEP BLUE. Ebenso wie die Arbeit von Gunton und Holmes, sind die beiden Dokumentationen der Zusammenschnitt eines jeweils vorangegangenen TV-Dokumentationsmehrteilers. Zudem ähneln sich die Bilder von UNSER LEBEN, UNSERE ERDE und DEEP BLUE so frappierend, dass man zu großen Teilen das Material der Werke miteinander vermischen könnte, ohne dass es auffällt. Und das, obwohl den Naturdokumentionen jeweils ein anderes Thema zugrunde liegt. Diese Ähnlichkeit der drei Produktionen führt dazu, dass UNSER LEBEN trotz beeindruckender Tieraufnahmen, nur eine Doku unter vielen ist und sehr schnell wieder in Vergessenheit gerät.

WERTUNG:

5/10


TRAILER:

Unser Leben

Freitag, 13. Juli 2012

Kritik zu: "Contraband"


DVD-Start:

Verleih: 19.07.2012
Verkauf: 19.07.2012

REGIE:

Baltasar Kormákur ("101 Reykjavík")

CAST: 

Mark Wahlberg ("Ted"), Robert Wahlberg ("Departed - Unter Feinden"), Kate Beckinsale ("Underworld"), Giovanni Ribisi ("Avatar - Aufbruch nach Pandora"), Caleb Jones ("X-Men: Eerste Entscheidung"), Ben Foster ("Rampart"), Lukas Haas ("Inception"), J. K. Simmons ("Spider-Man 3")

INHALT:

Chris Farraday (Mark Wahlberg) führt mit Ehefrau Kate (Kate Beckinsale) und seinen zwei Söhnen ein ruhiges Vorstadtleben. Gemeinsame Pläusche mit den Nachbarn und das Pflegen des Gartens sind ein Teil seines Alltags. Doch das war nicht immer so: Chris gehörte einst zu den einfallsreichsten und besten Schmugglern der USA - seine Methoden genießen in gewissen Kreisen bis heue Kultstatus. Doch seiner Familie zuliebe, hängte er seine kriminelle Karriere an den Nagel.

Chris wird jedoch von seiner Vergangenheit eingeholt, als Schwager Andy (Caleb Jones) einen Drogendeal im Wert von mehreren Hunderttausend US-Dollar vermasselt. Dessen Boss (Giovanni Ribisi) zwingt Chris deshalb, seine alten Fähigkeiten wieder anzuwenden, um so das verlorengegangene Geld wiederzubeschaffen.

Dieser trommelt sogleich eine schlagkräftige Truppe zusammen, bestehend aus alten Freunden, um das Leben seiner Familie zu retten. Als Team hecken sie einen Plan aus, der vorsieht mit einem Schiff nach Panama überzusetzen, um so mehrere Millionen US-Dollar Falschgeld in die USA zu schmuggeln. Allerding übersieht Chris beim ausgeklügelten Plan ein kleines Detail: Der Kapitän (J. K. Simmons) des Schiffs kennt bereits seinen kriminellen Vater und ist dementsprechend misstrauisch, als plötzlich dessen Sohn auftaucht.


KRITIK:

Mark Wahlberg war früher Unterwäschemodel und Rapper, mittlerweile ist er seit Jahren ein äußerst erfolgreicher Schauspieler. Dabei überzeugt der Amerikaner vor allem in actionbetonten Werken wie DEPARTED - UNTER FEINDEN (für den er sogar eine Oscar-Nominierung als bester Nebendarsteller einheimste) und THE ITALIAN JOB - JAGD AUF MILLIONEN. Grund genug also, einer Sichtung von CONTRABAND hoffnungsvoll entgegen zu blicken. 

Bereits nach wenigen Minuten zeigt sich jedoch, dass der Thriller von Baltasar Kormákur in keiner Weise mit den zwei genannten Beispielen mithalten kann. Dessen Hauptproblem ist, dass er sich zu sehr in Nebenplots verliert, ein roter Faden so kaum erkennbar ist und dadurch nur phasenweise Spannung aufkommt.

Positiv hervorzuheben sind hingegen die Action-Szenen. Kormákur inszeniert diese äußerst rasant und technisch auf einem hohen Niveau. Insbesondere die Schlussszenen können in dieser Hinsicht überzeugen. Von den Schauspielern ist vor allem Giovanni Ribisi zu würdigen. Er verleiht seiner Figur eine glaubhafte bedrohliche Ausstrahlung, die für den Zuschauer deutlich zu spüren ist. Diesser kann deswegen die Angst von Chris sehr gut nachvollziehen. Im Vergleich zu Ribisi, sind die Leistungen von Kate Beckinsale und Mark Wahlberg immerhin grundsolide.

So kann CONTRABAND sowohl mit gelungenen Action-Szenen überzeugen, als auch hin und wieder mit eindrucksvollen schauspielerischen Momenten. Trotzdem reicht es nur für einen durchschnittlichen Gesamteindruck. Vielleicht sollte man im Anschluss an diesen Thriller einfach mal den isländischen REYKJAVÍK ROTTERDAM ausprobieren, dessen Remake CONTRABAND ist. Möglicherweise ist der ja besser.

WERTUNG:

5/10


TRAILER:

Contraband

Donnerstag, 12. Juli 2012

Kritik zu: "Underworld: Awakening"


DVD-Start:

Verleih: 12.07.2012
Verkauf: 12.07.2012

REGIE:

Mans Marlind, Björn Stein

CAST: 

Kate Beckinsale ("Van Helsing", "Total Recall"), India Eisley, Stephen Rea, Charles Dance, Michael Ealy, Kris Holden-Reid, Theo James, Wes Bentley ("American Beauty")

INHALT:

Nach über zehn Jahren Gefangenschaft, gelingt Seline (Kate Beckinsale) die Flucht aus dem Versuchslabor. Allerdings weiß die Vampirin zunächst noch nicht, dass sie so lange von der Bildfläche verschwunden war und irrt daher erst Mal ziellos umher. Dabei stellt sie fest, dass es die Welt wie sie sie früher kannte nicht mehr gibt. Mittlerweile wissen die Menschen von der Existenz der Lykaner und Vampire. Mit aller Macht versuchen sie die beiden Spezies für immer auszurotten und einen Impfstoff gegen deren Viren zu finden, was Lykaner und Vampire jedoch nicht daran hindert, sich weiterhin gegenseitig zu bekriegen.

Als Seline schließlich erfährt wie lange sie eingesperrt war, dass sie aufgrund wissenschaftlicher Experimente eingefroren wurde und in dieser Zeit trotzdem ein Kind (India Eisley) zur Welt brachte, plant sie sich und ihr Kind an einem geheimen Ort zu verstecken. Doch schnell erkennt Seline, dass die einzige Möglichkeit das Leben ihrer Tochter nachhaltig zu schützen, die offene Konfrontation mit Menschen und Lykanern ist. Voller Todesmut und auf sich alleine gestellt, wagt sich die schlachterprobte Vampirin in den scheinbar aussichtslosen Kampf.


KRITIK:

Nachdem Kate Beckinsale im dritten UNDERWORLD-Film aussetze, schlüpft sie in UNDERWORLD: AWAKENING erneut in die Rolle der Vampirin Seline, die im sexy Lederlook ihren Feinden den Gar ausmacht. Inhaltlich knüpft der vierte Teil an Teil zwei an, da UNDERWORLD - AUFSTAND DER LYKANER als Prequel wegfällt. Letztlich ist es aber völlig unwichtig, ob man einen der früheren Werke gesehen hat, da zu Beginn von UNDERWORLD: AWAKENING das bisherige Geschehen zusammengefasst wird.

Der von Björn Stein und Mans Marlind inszenierte Kracher überzeugt inszenatorisch auf ganzer Linie und bietet genau das, was die Fans der Reihe gewohnt sind: Knallharte und handwerklich hervorragend umgesetzte Action, die fast durchgehend die Kinoleinwand einnimmt. Hinzu kommt ein dunkler Gothic-Look im Blaufilter, der für eine gewisse Gruselatmosphäre sorgt und durch Hard Rock-Musik unterstützt wird.

Für Darsteller wie Stephen Rea und Kate Beckinsale gibt es schauspielerisch wie üblich wenig zu tun. Sie erfüllen aber exakt ihre Aufgaben, indem sie finster dreinschauen (Rea), oder einfach nur gut aussehen (Beckinsale). Nur in einem Punkt weißt UNDERWORLD: AWAKENING deutliche Mängel auf. Der Plot des Films ist zwar ziemlich interessant, dessen Potential wird von Stein und Malind jedoch nur unzureichend genutzt. So hätte man sich durchaus unauffällig, aber differenziert und wirkungsvoll, mit dem Thema Genozid auseinandersetzen können, ohne dabei die essentiellen Action-Szenen vernachlässigen zu müssen.

Daher ist UNDERWORLD: AWAKENING ein spannendes Action-Spektakel, dass voll und ganz auf die Power von Kate Beckinsale setzt, jedoch nicht den Mut hat schwierige moralische Themen anzuschneiden.


WERTUNG:

6/10


Trailer:

Underworld Awakening